Verdeckter Arbeitsmarkt: So funktioniert die Jobsuche 2.0

Ratgeber Verdeckter Arbeitsmarkt

Wer kennt es? Dutzende Bewerbungen werden mit wenigen Clicks verschickt – und nichts kommt zurück. Wer versteht, wie der Arbeitsmarkt heute tickt, ist erfolgreicher in der Jobsuche 2.0.

Der klassische Weg zum Job funktioniert nicht mehr

Wenn ein neuer Job her muss, dann greifen viele Menschen auf die bewährten Mittel zurück, die sie noch aus der Zeit kennen, als sie auf der Suche nach einer Ausbildung waren: Lebenslauf aktualisieren, neue Bewerbungsfotos machen lassen, Zertifikate und Arbeitszeugnisse fein säuberlich in einer Klemmmappe abheften. Wer es klassisch möchte, der schickt seine Bewerbung per Post, um zeigen, dass er hochwertiges Papier verwendet hat. Ansonsten gehen Bewerbungen heute dank Digitalisierung als eMail massenweise in Kopie heraus. Ob analog oder digital – oftmals ist die Mühe dann doch vergebens, denn: Nur noch ein Drittel der freien Stellen werden veröffentlicht.
Auf diese Stellen bewerben sich jedoch 95 Prozent der Arbeitssuchenden. Es ist eine Abwärtsspirale: Je verzweifelter Arbeitssuchende sind, umso wahlloser bewerben sie sich. Die Flut an Bewerbungen ist neben den hohen Werbekosten für das Ausschreiben von Stellen mit der wichtigste Grund, warum Unternehmen diese nicht mehr ausschreiben. Karriere-Coach Vincent Zeylmans van Emmichoven hält es deshalb für strategisch sinnvoll, wenn man zu den 5 Prozent der Bewerber gehört, „die sich auf 70 Prozent der offenen Stellen konzentrieren.“ In seinem Ratgeber „Geheime Tricks für die Jobsuche“ stellt er den verdeckten Arbeitsmarkt vor und gibt wertvolle Tipps, wie Bewerber sich auf diesem bestens positionieren.

verdeckter Arbeitsmarkt

In deiner Bewerbung bist du der Star

Zeylmans van Emmichoven war viele Jahre Geschäftsführer von Unternehmen wie Yves Rocher und Gillette. Heute stellt er sein Wissen unter anderem als Karriere-Coach zur Verfügung. Er hat selbst Menschen eingestellt, außerdem kennt er den Jobmarkt auch von der anderen Seite. Der Coach hat den Wandel des Arbeitsmarktes bewusst erlebt und kennt die Ansprüche bei der Jobsuche 2.0. Es gilt, nicht „derjenige zu sein, der sich – mit vielen anderen zusammen – auf eine einzige Stelle bewirbt“, so Van Emmichoven. Vielmehr müssen Bewerber proaktiv auf den Traumjob zusteuern und sich als den besten aller Bewerber verkaufen. Der Karriere-Berater erklärt, wie man aus einem schnöden Lebenslauf seine eigene Story entwickelt: Was ist mein Profil und meine Persönlichkeit und wie spiegelt sich diese in meinem bisherigen Werdegang wider? Van Emmichhoven macht so jeden zu seinem eigenen „Job-Hunter“, der das besondere an einem Bewerber erkennt. Wer mit seinen Unterlagen glänzt, der hat, was ein verdeckter Arbeitsmarkt verlangt.

Verdeckter Arbeitsmarkt: Wie finde ich nicht ausgeschriebene Stellen?

Wo warten nun aber die vielen nicht ausgeschriebenen Jobs im verdeckten Arbeitsmarkt? Der Karriere-Coach stellt zehn mögliche Wege vor, die bei der Jobsuche 2.0 Erfolg versprechen. Millenials kennen Wege wie die Initiativbewerbung oder das Hinterlegen des Lebenslaufes auf Karriereportalen von großen Unternehmen oder Xing sicher schon. Aber wer denkt schon daran, für die Stellensuche eine eigene Webseite aufzubauen oder ein Buch zu schreiben? Auch das gilt als verdeckter Arbeitsmarkt. Und wie wäre es, einen Headhunter zu beauftragen?

Van Emmichhoven macht richtiggehend Lust darauf, die digitalen Chancen zu nutzen und sich die Stelle zu schnappen, die schon immer auf einen gewartet hat. 

Vincent G. A. Zeylmans van Emmichoven: Geheime Tricks für die Jobsuche. Warum die klassische Bewerbung nicht länger funktioniert
200 Seiten, 14,95  Euro
ISBN: 978-3-96186-009-8

 

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